Visawahnsinn in Kirgistan – VLOG #9

Wie es weiter geht auf unserer Reise durch Asien? Das seht ihr im neuen ? VLOG #9 von #MRPINKgoesAsia! Wir drehen eine Runde durch Kirgistan, der „Schweiz“ Asiens und bekommen nun endlich Visabescheid, der uns vorgibt, wie unsere weitere Reise in den Iran verlaufen wird!

„Die kleingeistige Bürokratie der Menschen die meinen, Mauern um Länder, durch Kulturen und Köpfe bauen zu müssen, geht uns gehörig auf den Keks!“

Manch einer wird nicht verstehen, wie man diese karge, steinige Einöde schön finden kann. Mit dem ersten Eindruck mag die Berglandschaft Kirgistans grau und öde erscheinen, doch lässt man seinen Blick ein wenig schweifen und sich berühren, ist man schon bald fasziniert von der Natur und den Menschen, die hier Wind und Trockenheit trotzen.

Wir sind – mal wieder – nicht mehr allein. Mehrmals kreuzen Valerie, Julia, Cornelius und Eike unseren Weg und finden Platz in der GFK Kabine unsere selbstgebauten Campervan. Die vier reisen mit dem Rucksack und ihrem Daumen durch´s Land. Zusammen erleben wir so einige schöne Tage.

Mittags halten wir an kleinen Straßenrestaurants. Oft gibt es Samsas – mit Fleisch oder Kartoffeln gefüllte Teigtaschen. Ähnlich wie in der Mongolei und in Kasachstan. Schwarzer Tee gehört zu jeder Mahlzeit dazu und die Annahme, dass die Deutschen Grillweltmeister sind, ist für uns nicht haltbar – hier wird jeden Tag und überall Schaschlik über der Holzkohle gegrillt.

Doch zuhause schmeckts wie immer am besten. Wer hätte gedacht, dass sechs Menschen in unserem kleinen Wohnmobil fahren und leben können? Es ist Anfang Oktober, draußen ist es ungemütlich und wenn man nicht aufpasst, wacht man auch schonmal im Schnee auf. Vanlife geht halt nicht nur im Sommer 😉

Interview mit Paul Nitzschke von Passport Diary

Ja, vorbereitet sind wir darauf alle nicht. Wie kann man schon auf den Winter vorbereitet sein, wenn man doch eigentlich nur im Sommer unterwegs sein wollte? Doch Pläne sind dafür da, über den Haufen geworfen zu werden! Spontanität ist alles. Denken wir jedenfalls. Allerdings kann man leider nicht so spontan sein, wie man will. Die Visabürokratie zeigt uns da Grenzen auf. Wochenlang hängen wir fest, beantragen verschiedenste Visa und warten um eventuell dann in den Iran fahren zu dürfen. Kürzester Weg: Über Usbekistan und Turkmenistan. Doch nicht jedes Land mag ausländische Touristen …

Die kleingeistige Bürokratie der Menschen, die zwischen Ländern und Kulturen Mauern bauen müssen, geht uns gehörig auf den Keks.

Um die Fakten mal ganz klar auszusprechen: Um in den Iran zu kommen, nehmen wir nun einen kleinen Umweg von 3000km auf uns. Um von hier nach Teheran zu gelangen, berechnet das Navi geschlagene 6000km. Ganz entspannt also. Aber auf so einer Reise gibt es ja eigentlich keine Umwege.
Also los. Wie immer mit maximal 85km/h. Dabei schaffen wir 300 bis allerhöchstens 400km am Tag.
Bei schlechtem Wetter, bergigen Strecken, Gegenwind, oder halt einer Kombination aus allem – eher nur die Hälfte.

Die Berge Kirgistans sind eben auch im Herbst schon für eine Überraschung gut! Und weiter unten ist noch Baumwollernte Zeit. So sahen unsere T-Shirts wohl mal aus. In ihrer ursprünglichen Form.

Wir verlassen Kirgistan und machen einen kleinen Abstecher – mal wieder – nach Almaty. Denn zu allem Überfluss brauchen wir noch das russische Visum um bis in den Iran zu kommen. Einige Tage und einige bunte Scheinchen später sind wir dann raus aus dem Smog und begeben uns auf den weiten Weg durch die schier endlose kasachische Steppe.

Wir hatten uns schon darauf eingestellt, dass es hier nicht viel zu sehen gibt, außer Steppengras, aber das ist ein Trugschluss. Was Kasachstan noch so alles zu bieten hat, das seht ihr beim nächsten Mal.

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